Riesengroße Erleichterung – Lebensqualität zurück

Sabine Carstensen aus Niebüll hatte schon seit geraumer Zeit Knötchen am Halsansatz ertastet und spürte zudem ein allgemeines Unwohlsein und zunehmende Probleme mit der Atmung bei Anstrengungen. „Ich fühlte mich körperlich nicht wohl, hatte Schwierigkeiten beim Atmen und wurde langsam auch unruhig“, erzählt die Niebüllerin. So suchte sie ihren Hausarzt auf, der nach seiner Erstuntersuchung empfahl, sich zur Diagnosestellung ins Klinikum Nordfriesland zu begeben. Schnell bekam sie einen Termin in der Nuklearmedizin in Husum, wo eine Ultraschalluntersuchung und eine Szintigraphie vorgenommen wurden, um den Knötchen auf den Grund zu gehen.
Hierbei stellte sich heraus, dass das Gewebe an der Schilddrüse wuchs und schon Druck auf die dahinterliegende Luftröhre ausübte – daher die Atemprobleme. Nach dieser Diagnose wurde Sabine Carstensen gleich an Dr. Ulf Niemann, seit fünf Jahren Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, verwiesen, um die notwendige Operation vornehmen zu lassen. Die Patientin freute sich, nun Genaueres zu wissen, und plante in Gedanken eine Operation nach ihrem Urlaub im September. Den Termin in der Schilddrüsensprechstunde von Dr. Niemann nahm sie aber unverzüglich wahr und ist heute sehr froh darüber.
Dr. Niemann riet der Patientin, die Operation so schnell wie möglich durchführen zu lassen. Er erläutert: „Man kann ohne das Gewebe zu untersuchen nicht feststellen, ob es sich um einen gutartigen oder einen bösartigen Tumor handelt. Und es liegt in der menschlichen Natur, Angst zu bekommen, wenn die überlebenswichtige Halsregion bedroht sein könnte. Daher berate ich alle meine Patient * innen persönlich, kläre sie ausführlich auf und versuche, ihnen die Angst vor dem Eingriff zu nehmen.“
Das gelang bei Sabine Carstensen sofort. „Ich fühlte mich von Beginn an sehr gut aufgehoben und gerade durch das ausführliche Gespräch mit Dr. Niemann optimal beraten und hatte Vertrauen in seine Expertise“, bestätigt sie. Die Operation wurde statt Ende September bereits Anfang Mai durchgeführt. Insgesamt hat Sabine Carstensen vom ersten Besuch auf der Station zur Blutentnahme drei Tage vor der Operation bis zur Entlassung einen Tag nach dem Eingriff nur Positives zu berichten: „Alle Mitarbeitenden, ob Ärzte oder das Pflegeteam, sind mir immer freundlich und empathisch begegnet. Schon das Lächeln der Dame, die meine Daten aufnahm, ließ meine Angst schwinden.“

Die Operation selbst ist für Dr. Niemann und sein Team Routine. Da die Knötchen auf beiden Seiten der Schilddrüse saßen, wurden beide Schilddrüsenlappen komplikationslos entfernt. Die Patientin blieb noch einen Tag auf Station, falls in den ersten Stunden eine Nachblutung auftritt und auch, um sich von der Vollnarkose zu erholen. Da bei Sabine Carstensen keinerlei OP-Nachwirkungen auftraten, durfte sie die Klinik schon am folgenden Tag verlassen.
Zuhause hatte sie in den ersten Tagen Unterstützung von ihrer Tochter, da man ja frisch operiert noch nicht schwer heben oder sich bücken darf. Zehn Tage später konnten die Fäden dann vom Hausarzt in Niebüll gezogen werden, und die Klinik Husum gab Bescheid, dass es sich um einen gutartigen Tumor gehandelt hatte und kein weiteres Problem zu erwarten sei. „Die Erleichterung war riesengroß“, strahlt Sabine Carstensen. „Erst jetzt wurde mir bewusst, wie sehr mich diese Erkrankung belastet hatte. Nun beginne ich einen neuen Lebensabschnitt und freue mich umso mehr auf meinen völlig unbeschwerten Urlaub im September.“
Ihre Blutwerte werden jetzt regelmäßig kontrolliert und im „Schilddrüsenpass“ eingetragen. Die Aufgaben der Schilddrüse muss nun ein Medikament übernehmen und die Versorgung des Körpers mit dem Hormon Thyroxin, das exakt auf den Bedarf der Patientin eingestellt wird, sicherstellen.
Dr. Niemann pflichtet Sabine Carstensen bei: „Es ist wichtig, sich vor jedem Eingriff umfassend zu informieren und sich damit zu befassen, wer ihn durchführen könnte. Den Operateur und das Umfeld sollte man dann in einem persönlichen Gespräch kennenlernen, um festzustellen, ob alles passt und man Vertrauen hat. Wenn die Entscheidung für die Operation gefallen ist, sollte man loslassen und sich dem Team anvertrauen. Aufschieben macht keinen Sinn, denn wie das Beispiel Sabine Carstensen zeigt, gewinnt man so ganz schnell seine Lebensqualität zurück.“
